Christian Jacobs

Sie sind Psychologe, Ethnologe und Pädagoge. In Ihrer beruflichen Praxis beschäftigen Sie sich intensiv mit den Themen Organisationsentwicklung und Unternehmenskultur. Was dürfen Ihre Kunden von Ihnen erwarten?


Erwarten dürfen sie sehr viel Erfahrung in der Entwicklung von Kultur und insbesondere von Unternehmenskultur. Seit über 20 Jahren befasse ich mich mit der Frage der kulturellen Entwicklung von Individuen und Organisationen. Konkret heißt das, dass ich über viele Fallbeispiele berichten kann, die Kulturwissenschaften kenne und meistens intelligente Lösungen entwickeln kann. Außerdem bin ich mit einer gehörigen Portion Humor und Mut ausgestattet, was jedes Projekt bereichert und erfolgreich macht.

Welche Anliegen leiten Sie in Ihrer täglichen Arbeit?


Na ja, zunächst einmal bin ich dafür bekannt, dass ich meistens gute Laune habe und immer versuche, glücklich zu sein. Dann stehe ich auch für das, was ein alter Mafiaboss einmal wunderbar in Worte gefasst hat: „Im Leben kommt es darauf an, nicht zu den Toten zu gehören.“
Und dann will ich mich wohl an einer besseren Welt beteiligen, in der wir alle mehr Kreativität, Liebe, Freiheit und Gemeinschaft leben werden.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie, J&P und Ihre Kunden?


Bei J&P stehen wir vor der Herausforderung, dass wir eine geeignete und zukunftsfähige Organisationsform entwickeln und dafür dann auch die entsprechenden MitarbeiterInnen finden.
Unsere Kunden stehen natürlich in vielen Märkten vor der Aufgabe, einen neuen Sinn zu finden und das Unternehmen mit Hilfe einer strategischen Mobilisierung in die richtige Richtung zu transformieren. Und sie haben dieselben Herausforderungen wie wir auch.
Zudem stehe ich vor der Herausforderung, eine nächste Bewusstseinsstufe zu beschreiben, vorzuleben und entsprechende Werkzeuge bereitzustellen. Das macht Spaß!

Was macht ein Unternehmen in einer Zeit der Krisen und Umbrüche zukunftsfähig?


Zunächst einmal sollte sich jedes Unternehmen heute die Frage stellen, welchen Wertbeitrag es für die zukünftige Entwicklung der Menschheit bereithält und ob es in der Lage ist, die relevante Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn das passt, geht es um eine geistreiche, strategische und kulturelle Mobilisierung mit guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einer freudvollen Unternehmenskultur. Und tatsächlich brauchen Unternehmen  Ideen, Geld und den richtigen Standort. Sicher noch mehr in den Details und, wenn die hier genannten Aspekte erreicht sind, ist schon sehr viel gewonnen.

Worüber freuen Sie sich?

 Ich freue mich über meine Kinder, meine Frau und das Glück, das ich mit meiner Arbeit habe. Dann freue ich mich über alle Dinge, die meine Seele beglücken. Über Details möchte ich gerne schweigen.

Wie lauten Ihre Kunst-, Lese- und Reisetipps für das Jahr 2017?

Meine 3 Kunsttipps: Biennale Venezia, dort wird es darum gehen, welche wichtigen Beiträge die Kunst zu den Fragen der Zeit leistet. Ebenso zur documenta, die dieses Jahr sowohl in Kassel als auch Athen stattfinden wird. Und dann bitte nicht die Skulptur-Projekte 2017 im westfälischen Münster versäumen; Kunst im öffentlichen Raum wir umso mehr an Bedeutung gewinnen, je mehr wir in den Städten das Poetische und das Unterscheidende erlebbar machen müssen.

Lesen: „Durch Mauern gehen“ von Marina Abramović. Nicht mehr und nicht weniger als eine mich sehr beeindruckende Biographie einer großartigen Künstlerin immaterieller Kunst. „Deep Work: Rules for Focused Success in a distracted world“ von Cal Newport; nicht, dass ich es immer gewusst hätte, aber gute Arbeit braucht auch Konzentration und Wissen. Und das dritte Buch, das ich empfehlen möchte ist das noch nicht gelesene Buch 2017.  Ich werde berichten.

Reisen: Ich reise endlich nach Rumänien und Island.

Was ist Ihnen in 2017 besonders wichtig?

Konzentration, Rückzug : Neues schöpfen.

 

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